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SINUSITIS Der Begriff: "Sinus" bezeichnet in der Anatomie eine lufthaltige Skelett knochen höhle, aber auch eine taschenartige Körperhöhlen- oder Organausbuchtung und die Wortendung "itis" steht für eine En tzündung. Sinusitis bedeutet demnach die En tzündung einer lufthaltigen Skelettknochenhöhle, oder eine taschenartigen Körperhöhlen- oder Organausbuchtung. Es hat sich aber eingebürgert, als Sinusitis die Entzündung einer Nasennebenhöhle, hpts. der Kiefer - (= Sinusitis maxillaris) oder Stirn höhle (= Sinusitis frontalis) zu bezeichnen. Sind alle Nasennebenhöhle n betroffen, so bezeichnet der Mediziner dies als Pansinusitis. Die einzelnen Nebenhöhlen:
Seltener kommt es zu einer En tzündung der Siebbeinzellen (Sinusitis ethmoidalis) oder der Keilbeinhöhlen (Sinusitis sphenoidalis). Die Sinusitis sphenoidalis unterscheidet sich von den anderen Sinusitiden dadurch, daß hierbei ein Hinterkopfschmerz und Nackenschmerz auftritt. Die Nasennebenhöhle n stehen mit dem Nasen- Rachen raum in direkter Verbindung und sind deshalb i.d.R. gut belüftet. Ausgekleidet sind sie mit einer Schleimhaut. Damit die Höhlen ständig gereinigt werden, produzieren die Schleimhäute ein Sekret, das in den Nasen-Rachenraum abfließen kann. Verstopfen nun diese Abflußwege, staut sich das Sekret auf und wird damit zu einem idealen Nährboden für Bakterien. Die Schleimhaut entzündet sich und es kommt so zu einer Entzündung, einer Sinusitis. Die Entstehung einer Abflußbehinderung wird begünstigt durch:
Eine Kieferhöhlenentzündung (Sinusitis maxillaris) kann auch durch die En tzündung einer Zahn wurzel hervorgerufen werden Vorherrschende Symptomatik (= Krankheitszeichen)
Häufiger kann es bei einer Pansinusitis (= Entzündung aller Nebenhöhlen), auch zu heftigen, diffusen Kopfschmerzen kommen. Mögliche Komplikationen: Die En tzündung kann in angrenzende Knochen, Richtung Auge, Gehirnhaut (Gefahr einer Meningitis) oder Gehirn (Gefahr einer Encephalitis) durchbrechen, was dann zu einem lebensbedrohlichen Notfall führt. Diagnostische Möglichkeiten bei Entzündung einer Nasennebenhöhle:
Zur Behandlung einer akuten Sinusitis verordnet der Arzt schleimhautabschwellende Medikamente, auch können Nasenspülungen und Inhalationen mit Salzwasser durchgeführt werden. Schmerzmittel sollten auch antientzündlich wirken. Manchmal kommt man aber bei der Entzündung einer Nasennebenhöhle um Antibiotika nicht herum.
Spezielle Schmerztherapie: Manchmal geht eine Sinusitis trotz (herkömmlicher) fachspezifischer Therapiemaßnahmen in ein chronisches Stadium über, nicht selten im Rahmen von Allergien oder Zahnentzündungen. Zu einer Chronifizierung neigen Sinusitis -Erkrankungen auch, wenn anatomische Normabweichungen oder Vorerkrankungen bestehen, so z.B. bei bereits oben erwähnter Septumdeviation (= erbliche angeborene oder aber erworbene Verbiegung der Nasenscheidewand), Hyperplasie (= Größenzunahme eines Organs, Gewebes durch Vermehrung der spezifischer Zellen) oder Nasenpolypen (= meist im mittleren oder oberen Nasengang gestielt oder breit aufsitzendes, gutartiges, meist rundlich-kugeliges Geschwulst). In den letztgenannten Fällen kann eine Operation in Erwägung gezogen werden. Sehr
hilfreich ist bei chronischer Entzündung einer
Nasennebenhöhle ebenfalls die
weiter oben beschriebene
therapeutische
Lokalanästhesie im Rahmen einer
Schmerztherapie.
Zur Behandlung einer chronische
n
Sinusitis
reichen allerdings einzelne Blockaden wie beschrieben nicht aus,
sondern diese Therapie muß dann konsequent seriell in kurzen
Abständen durchgeführt werden. Zusätzlich sind wiederholte Blockaden
des
Ganglion cervicale
superius**
(= eine vegetative
Schaltstelle im Rachenbereich) oder auch
Stellatumblockade
n
(= das
Ganglion stellatum
ist eine vegetative Schaltstelle im seitlichen Halsbereich)
zu empfehlen.Letztere helfen auch bei Sinusitis shenoidalis
und ethmoidalis. Bei einer
Sin. ethmoidalis können auch Blockaden des N. supratrochlearis
versucht werden. Daß ein Lokalanästhetikum (= örtliches Betäubungsmittel) auch entzündungshemmend wirkt, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier. * Man fragt sich natürlich, warum diese Behandlung denn nicht regelmäßig von HNO-Ärzten durchgeführt wird. Nun, Nervenblockaden der beschrieben Art setzen eine gewisse Übung voraus, wie sie regelmäßig nur von Ärzten erreicht wird, die ständig mit Schmerzen zu tun haben, eben halt Schmerztherapeuten. ** Die Blockade des Ganglion cervicale superius erfolgt als GLOA (= Blockade mit einem Opium-ähnlichen Wirkstoff), der Nachteil gegenüber der Verwendung eines Lokalanästhetikums (= örtliches Betäubungsmittel) ist aber, daß die Wirkung auch bei wiederholter Anwendung kaum anhaltend ist, da die sympathikolytische (= gefäßerweiternde) Komponente nur gering oder gar nicht ausgeprägt ist. Das Bundesministerium für Gesundheit teilt auf der Web-Seite der Bundesregierung mit, dass alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation haben und sich ihre REHA-Klink sogar selbst aussuchen dürfen. Lesen Sie dazu auch einen Brief des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen. Dieses Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05 und Hessen ((Az.: L 1 KR 2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen (eine Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst zu)). Die Klinik im Film - Zu einem 3-min. Fernsehbeitrag über Schmerzbehandlungen gelangen Sie hier (einfach anklicken). Wenn Sie eine genaue Anfahrtsbeschreibung ab Ihrem Wohnort wünschen, klicken sie hier.
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